LiveCall (DE)

Übersetzung mit Gemini, überprüft und angepasst von Niels Birbaumer

Der Service LiveCall ist ein Beispiel für  kreative Digitale Inklusion: Technologie wird in ein Fenster zur Welt für Menschen mit motorischen Einschränkungen.

LiveCall geht weit über einen einfachen Videoanruf hinaus; es versteht sich als ein echtes Ökosystem zum Abbau von Barrieren, das Menschen mit schweren motorischen Behinderungen ermöglicht, Orte zu erkunden, die für sie sonst unzugänglich oder nicht erreichbar sind.

In 4 Jahren, von Juni 2022 bis Juni 2026, wurden mehr als 35 LiveCalls von 23 verschiedenen Orten in Europa durchgeführt, einige davon an denselben Orten wiederholt. Die folgende Landkarte zeigt das Potenzial des Digital-Reise-Service für Besuche von Orten für Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen, die sie sonst nicht genießen können.

Die Teilnahme an der LiveCall ist kostenlos. Sollte die Leistung des/der Fremdenführer(in) vergütet werden müssen, kann um eine Spende von wenigen Euro gebeten werden.

Für weitere Informationen schreiben Sie bitte an stefano.silvoni@tecnologicamenteinsuperabili.org, an camilla.mercadante@tecnologicamenteinsuperabili.org oder füllen Sie das Kontaktformular aus.

Zweck von LiveCall

Der Zweck dieser Initiative ist es, die soziale Interaktion von Menschen mit schweren motorischen Behinderungen zu fördern und sie an kulturelle, historische, geografische, ökologische, sportliche und soziale Themen und Orte heranzuführen.

LiveCall definiert das Konzept des Reisens neu, indem es physische sowie geografische Barrieren abbaut und die Isolation aufhebt, die für Menschen in diesem Zustand oft der heimtückischste Feind ist.

LiveCall gibt den Menschen das Recht auf Entdeckung zurück. Es geht nicht nur darum, eine Landschaft oder Ort zu sehen, sondern darum:

  • Unzugängliche Orte zu erkunden: Ziele zu erreichen, die den Teilnehmenden aufgrund ihrer Beschaffenheit oder fehlender Infrastruktur verschlossen blieben;
  • In Echtzeit zu lernen: Fundierte historische, geografische und kulturelle Erklärungen zu erhalten – genau wie bei einer privaten Reiseleitung;
  • Aktiv teilzunehmen: Der/die Teilnehmer(in) ist kein passiver Konsument. Er/sie kann Fragen stellen, spezifische Kameraeinstellungen anfordern, seine Neugier äußern und sich mit dem/der Fremdenfürer(in) austauschen, sodass er/sie sich als Hauptakteur der eigenen Reise fühlt.

Zusammenfassend ermöglichen es die LiveCalls, Orte zu erkunden, die uns motorisch Behinderten sonst verschlossen sind.

Was ist LiveCall?

Das Projekt LiveCall besteht aus Videos von Orten, die für Menschen mit schweren motorischen Behinderungen schwer erreichbar sein könnten. Es bietet so die Möglichkeit, diese aus der Ferne zu erkunden und Reiseerfahrungen zu erleben, die andernfalls unzugänglich wären.

Der Videoanruf wird von einer ehrenamtlichen Person geleitet, die sich vor Ort befindet und die landschaftlichen, geografischen, historischen sowie kulturellen Besonderheiten beschreibt.

Die Teilnehmenden verfolgen die Tour aus der Ferne: Sie betrachten den zu besuchenden Ort über die Kamera des Geräts und hören den Erklärungen zu. Sie können mit dem/der Fremdenfüher(in) interagieren, indem sie Fragen stellen, spezifische Wünsche äußern oder Bedenken und Anmerkungen teilen, um die verschiedenen Aspekte des Ortes genauer kennenzulernen.

Der Videoanruf kann auch in Form eines Vortrags oder einer Erzählung ohne eine tatsächliche Reise stattfinden. Dabei behandelt der /die Fremdenführer(in) aus der Ferne ein bestimmtes Thema von Interesse für die Teilnehmenden – beispielsweise indem er/sie mithilfe von geteilten PowerPoint-Präsentationen von einer Reiseerfahrung berichtet.

Ablauf

Die einzelnen Schritte, mit denen ein LiveCall durchgeführt wird, sind:

  • Vorschlag für den Besuch eines Ortes oder ein Thema/einen Vortrag sowie Prüfung der Machbarkeit;
  • Vereinbarung des Termins (mindestens eine Person nimmt teil);
  • Zusendung des Links zur Videokonferenz mit einer kurzen Beschreibung der Tour oder des vorgeschlagenen Themas;
  • Start des LiveCalls am festgelegten Datum und zur vereinbarten Uhrzeit;
  • Begrüßung (Warten auf die Teilnehmenden);
  • Geführte Tour oder Vortrag;
  • Fragen und Antworten (Fragerunde);
  • Verabschiedung;
  • Zusendung des anonymen und freiwilligen Fragebogens zum LiveCall;
  • Erfassung und Analyse der Antworten;
  • Information über die Ergebnisse und der von den Teilnehmenden geäußerten Rückmeldungen.
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